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J.A. Stargardt

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Johann Carl Klage (1785-1850) was a pianist and „Königlicher Musik-Direktor“ in Berlin. In 1830 he founded a shop for books and music. This was the beginning of J.A. Stargardt. The firm was taken over by Ernst Krigar in 1841 who sold it to Reuter & Stargardt in 1847. As early as 1849, Paul Julius Reuter (1816-1899) left the firm and launched the famous “Reuter's Telegraph Office” in London.

As a young man Joseph A. Stargardt (1822-1885) had worked for A. Asher & Comp. in Berlin and A. Franck in Paris. Under his guidance J.A. Stargardt became one of the most important antiquarian booksellers of the 19th century. He published more than 150 catalogues, offering for example the library of Friedrich Schiller (1859). Among his customers were Alexander von Humboldt, Karl August Varnhagen von Ense, Bettina von Arnim, and the future German Emperor Friedrich III. Joseph A. Stargardt died in 1885. Eugen Mecklenburg the Younger (1859-1925) bought the firm from Stargardt's widow. Since then J.A. Stargardt is owned by the Mecklenburg family, at present in the 4th generation.

Eugen Mecklenburg learned the business in London, Paris and Stuttgart. He concentrated on autographs, genealogy, and heraldry. Famous collections were sold: the Loeper Library (Goethe), the Schebek-Prag collection with original documents of the Thirty Years War, Kaska’s “Bibliotheca Mexicana” as well as the autograph collection of Alexander Meyer Cohn. Eugen’s brother Wolfgang Mecklenburg added a publishing house to the firm. Standard works like Warnecke’s “Bücherzeichen (Ex-Libris) des XV. und XVI. Jahrhunderts” were printed by Stargardt. After Eugen Mecklenburg’s death in 1925, his son Günther (1898-1984) intensified the auction business and the autograph trade, which had also become part of the company name: J.A. Stargardt’s Autographenhandlung. He sold, amongst others, hitherto unknown letters by Theodor Fontane and parts of the Cotta Archives, and he wrote the first modern handbook on autograph collecting: “Vom Autographensammeln. Versuch einer Darstellung seines Wesens und seiner Geschichte im deutschen Sprachgebiet”. In 1944, the business premises were destroyed, large parts of the evacuated stocks were lost in 1945. After the end of World War II, Günther Mecklenburg re-established J.A. Stargardt, first in Eutin, then in Marburg. In 1952 Klaus Mecklenburg (born in 1930) entered the company followed by his son Wolfgang Mecklenburg (born in 1964) in 1988. In the early 1990s J.A. Stargardt went back to its place of origin - not far away from the house where it all began 180 years ago.

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Ein Rückblick auf die Geschichte der Firma J. A. Stargardt


Verhandelt Berlin den 4. Juni 1830. Erschien der Königliche Musik-Direktor Herr Johann Carl Klage und sagte er sei Inhaber einer Musik- und Buchhandlung und bedürfe daher des Bürgerrechts. Er bittet, ihm dasselbe zu ertheilen. Er sei am 21. Mai 1785 allhier geboren, evangelischer Confession und der Sohn des verstorbenen hiesigen Bürgers und Handschuhmachers Wilhelm Klage. Für die Armen habe er Einen Thaler gezahlt. Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben. J. C. KLAGE

Diese Eintragung im Protokoll zum Berliner Bürgerbuch vom Jahre 1830 dürfte als die Geburtsurkunde der Firma J. A. Stargardt anzusehen sein, weil damals die Eröffnung eines Geschäftes oder Gewerbes von der Erwerbung des Bürgerrechtes abhängig war.

Johann Carl Klage, auf den die Firma also ihren Ursprung zurückführt, hat sich als Pianist einen angesehenen Namen gemacht. Er wurde 1829 zum Kgl. Musikdirektor ernannt. Von 1807 bis 1832 war er, unter Leitung Zelters, dem er nahegestanden haben muß, Mitglied der Singakademie. Die Firma besitzt einen Brief Albert Lortzings an Klage, Leipzig 28.XII.1838, in dem er von seiner Oper „Zar und Zimmermann“ spricht. Klage starb am 12.X.1850 in Berlin. Schon neun Jahre früher, am 1.X.1841, war die Firma an Ernst Krigar, einen Sohn des Oberbergrates und Direktors der Kgl. Eisengießerei, übergegangen. Sein jüngerer Bruder Hermann Krigar war als Musiker bekannt; er wurde Schwager Adolph von Menzels. Nur wenige Jahre hat Krigar – seit 1844 unter seinem Namen – die Handlung geführt. Im September 1847 zeigt er an, daß er sie an Reuter & Stargardt abgetreten habe, mit Ausnahme des gesamten Musikalienverlages, den er schon früher an J. Guttentag, Trautweinsche Buchhandlung, verkauft hatte.

Von den neuen Besitzern, Paul Julius Reuter (geb. 21.VII.1816 in Kassel als Sohn eines Rabbiners) und Joseph A. Stargardt (geb. 17.VI.1822 in Märkisch-Friedland), war der erstere nur kurze Zeit Mitinhaber. Er trat bereits 1849, unter ungeklärten, von Stargardt und seiner Frau bis an beider Lebensende schmerzlich empfundenen Umständen, aus der Geschäftsgemeinschaft aus. Nach wechselvollen Schicksalen gründete er auf den Rat Werner von Siemens’ (vgl. dessen „Lebenserinnerungen“) das bekannte Reutersche Telegraphenbureau in London. Er starb als englischer Baron am 25. Februar 1899; sein Versuch, mit Stargardt eine Aussöhnung herbeizuführen, wurde von diesem zurückgewiesen.

Im Jahre 1849 nahm die Firma ihre heutige Bezeichnung an. Joseph A. Stargardt hatte von 1838 bis 1844 als Lehrling und Gehilfe bei A. Asher & Comp. in Berlin gearbeitet. Vom 1. April bis Ende September des gleichen Jahres war er in der Amelang’schen Buchhandlung tätig, vom Oktober 1844 bis Ende des Jahres 1845 bildete er sich bei A. Franck in Paris weiter. Nachdem er noch ein Jahr bei J. T. Lippert in Halle gearbeitet hatte, übernahm er 1847 gemeinsam mit Reuter von Ernst Krigar die Handlung, deren Alleinbesitzer er 1849 wurde. Nach 30jähriger Tätigkeit hatte sich ein bedeutendes Antiquariatslager entwickelt, von dem gegen 150 Lager- und Versteigerungskataloge herausgegeben waren. Besonders zu erwähnen ist der 1859 zum 100. Geburtstage Schillers erschienene Katalog, der die von dem ältesten Sohn des Dichters, Karl, erworbene Handbibliothek Friedrich von Schillers enthielt. Ein 2005 erschienener Nachdruck steht Interessenten gern zur Verfügung.

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Ebenso wurde der Verlag gepflegt und ihm eine wissenschaftliche Richtung gegeben. Hier sind zu nennen der bibliographisch noch heute wichtige „Bücherschatz der deutschen National-Literatur des XVI. und XVII. Jahrhunderts“ von K. W. L. Heyse, dem Vater des Dichters, (1854), und der als 5. Band der „Minnesinger“ herausgegebene „Bildersaal altdeutscher Dichter“ von F. H. von der Hagen (1856/61). Im Revolutionsjahr erschienen zahlreiche Broschüren und Flugblätter demokratischer Tendenz, auch ein Plan von Berlin und ein Fremdenführer wurden 1848 herausgegeben (Clauswitz Nr. 147/48).

Stargardts „republikanische“ Einstellung brachte ihn in Verbindung mit dem für die Entwicklung der Idee des Anarchismus bedeutenden Philosophen Max Stirner (eigentlich Johann Kaspar Schmidt, 1806-1856), sie trug ihm aber auch im Mai 1851 eine Haussuchung durch die Polizei ein, über die Karl August Varnhagen von Ense in seinen „Tagebüchern“ (7. und 8. Band, Zürich 1865) berichtet:

Sonntag, 25. Mai 1851:
Haussuchung beim Buchhändler Stargardt, während er in Leipzig ist. Man hat seine Schränke, sein Schreibepult durch den Schlosser geöffnet, und zwar verbotene Schriften gefunden, aber noch in Paketen wie sie eingesandt worden, so daß man sieht, es ist noch alles beisammen und nichts davon verkauft.

Dienstag, 27. Mai 1851: Herr Burmeister kam zu mir, im Auftrag Bettinens von Arnim, wegen der Anzeige einer neuen Ausgabe von Achim von Arnim’ s sämmtlichen Werken mit mir zu sprechen ... Er war grade in Stargardt’s Buchladen, als dort der brutale Polizeigriff geschah; Autographen haben sie weggenommen, weil d’Ester und andre Demokraten dabei waren, seine Sammlung von Plakaten aus dem Jahre 1848, alle vorgefundenen Briefschaften. Stargardt kündigt heute an, daß er nur noch antiquarische Geschäfte machen wird.

Dienstag, 3. Juni 1851: Beim Buchhändler Stargardt. Er erzählt die Rohheit und Willkür des Verfahrens bei seiner Haussuchung. Autographen und gesammelte Plakate hat man fortgenommen, und noch nicht wiedergegeben. Hecker’s medizinische Schriften, weil die rohen Konstabler doch den Namen Hecker als eines Republikaners kannten; alle Schlösser hat man aufgebrochen und verdorben.

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Unter seiner Leitung trat der Musikalien- und Sortimentsbuchhandel zugunsten des Antiquariats immer mehr zurück. Als spezieller Zweig des Antiquariats wurde der Autographenhandel aufgenommen. Die von Bettina von Arnim veranstaltete Ausgabe der „Sämmtlichen Werke“ ihres Mannes Ludwig Achim von Arnim wurde Reuter & Stargardt zum Vertrieb übergeben. Die Firma muß aber auch bei der Drucklegung dieser Ausgabe tätig gewesen sein, wie aus einem bis 1944 im Firmenarchiv befindlich gewesenen Briefe Bettinas an Reuter hervorging. In einem anderen undatierten, ebenfalls im Kriege verlorengegangenen Brief Bettinas an einen ungenannten Freund trug sie diesem „die Auseinandersetzung mit der Staargardtschen Buchhandlung“ auf. Zur Charakteristik von Stargardts Persönlichkeit möge – auch wegen des zeitgeschichtlichen Kolorits – nachstehender Auszug aus den im „Börsenblatt für den deutschen Buchhandel“ 1916 erschienenen „Schattenrissen deutscher Antiquare“ von Max Ziegert dienen:

Als junger Mensch, wenig über 20 Jahre alt, trat ich nach dem 70er Kriege als Gehilfe bei J. A. Stargardt ein: ich kam aus dem Sortiment und hatte keinen Schimmer vom Antiquariat, wohl aber eine unklare Neigung zu diesem Berufszweige. Hier hatte ich es gut getroffen insofern, als ich auf eine originelle Persönlichkeit stieß und auf einen gewiegten, kenntnisreichen Antiquar; im übrigen mußte ich selbst zusehen und aufpassen, um etwas zu lernen, was ja überhaupt das beste ist ... Stargardt war schon ein Mann stark in den Fünfzigern, als ich zu ihm kam; er hatte früher auch Sortiment mit einem Gesellschafter (Reuter) betrieben, mit dem er bittere Erfahrungen gemacht haben soll, und hatte sich nun auf das Antiquariat zurückgezogen, und hier wieder auf das Spezialgebiet der Heraldik und Genealogie als Stammstock, woran sich deutsche Literatur und Autographenhandel anschlossen. Auf diesen Gebieten galt Stargardt als vorzüglicher Fachmann; er hatte ein sehr gutes Gedächtnis, verwechselte allerdings häufig die Begriffe, indem er unbewußt etwas ganz anderes sagte als er meinte – eine Eigentümlichkeit, die ich bei vielen Antiquaren gefunden habe. Das Geschäft befand sich damals in der Jägerstraße, im ehemaligen Hause Varnhagen von Enses, einem alten Berliner Patrizierhause mit Toreinfahrt und geräumigen Hofgebäuden. Links, hochparterre, war das Geschäft, bestehend aus einer zweifenstrigen Stube und einem nach hinten gelegenen Packlokal. Die übrigen Räume gehörten zur Privatwohnung, wo die etwas streng-schöne Frau Mathilde waltete. Morgens überschritt Stargardt die häusliche Schwelle meist im Schlafrock, um in seiner von Bücherregalen abgegrenzten Ecke die Briefschaften durchzusehen. Erst nach dem zweiten Frühstück warf er sich in einen schwarzen Gehrock. Er war ein kleines, untersetztes Männchen mit auffallend kleinen Händen und Füßen, ergrautem Vollbart und entsprechendem Haarkranz, von gelblicher Gesichtsfarbe und mit lebendig schwarzen Augen. Der Ausdruck des ganzen Gesichts frappierend ähnlich dem bekannten Kopfe von Siegmund Feyerabend.

Stargardt war anregend und amüsant in der Unterhaltung mit den Kunden. Unter diesen sind mir in Erinnerung geblieben der dichtende Prinz Georg von Preußen, Geheimrat von Loeper, der Goethe-Forscher, der sehr häufig im Geschäft verkehrte, der russische Baron von Korff, der Vorsteher der Kaiserl. Bibliothek, der immer nach Gebrauch einen Taler ins schmutzige Wasser des Waschbeckens warf, Professor Mahn, der Provenzale, viele Heraldiker, Genealogen und viel preußischer Adel. Meusebach, der Germanist Heyse, Alexander von Humboldt u. a. waren vor meiner Zeit Besucher bei Stargardt gewesen.

Von den beiden ersteren hatte Stargardt Teile ihrer Bibliothek übernommen und Kataloge darüber herausgegeben. In die Zeit meines Dortseins fielen die Ankäufe der großen von Dönhoffschen Schloß-Bibliothek, die aus den Mansarden des Dönhoffschen Palais in der Wilhelmstraße übergeführt wurde, und der in seltener Weise geschlossenen Sammlung der gesamten Schwenckfeld-Literatur des Oberlehrers Schneider, ebenfalls aus Berlin.


Das Lager von Stargardt befand sich in den Mansarden und Bodenkammern des Varnhagenschen Hauses; ich habe sogar in den Wintermonaten im Überzieher und Hut die ganze Dönhoffsche Bibliothek großenteils da oben in ungeheizten Räumen aufgenommen. Stargardt pflegte stets eine Pelzmütze aufzusetzen, wenn er in diese Regionen hinaufstieg, sogar im Sommer! Ich erinnere mich, daß ich ihn einmal in vergeblichem Kampfe mit einer Katzenmutter fand, die sich auf einem Stoß Folianten häuslich niedergelassen hatte und ihre ganz Kleinen verteidigte ...

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Zu den Besuchern des Geschäfts gehörte – nach Alexander von Humboldt, Bettina von Arnim und Karl August Varnhagen von Ense – auch der Kronprinz Friedrich Wilhelm, nachmals Kaiser Friedrich III., der, stets angemeldet, von Stargardt im Frack empfangen wurde. Während der Kronprinz es sich einmal lächelnd gefallen ließ, von Stargardt, der zu einer Hochzeit geladen war, gleichsam herausgedrängelt zu werden, vermerkte er es ein anderes Mal, nach 1871, übel, als ihn Stargardt in seiner Zerstreuung immer noch mit „Königliche Hoheit“ anredete.

Stargardt war für die damalige Zeit viel unterwegs, seine Einkaufsreisen führten ihn nach England, Frankreich und Italien. Seine Korrespondenz, die viele Briefe bedeutender Zeitgenossen enthalten haben muß, hat Stargardt wenig sorgsam behütet. Im Geschäftsarchiv fanden sich nur einige Briefe von Freiligrath, Gustav Freytag, C. Ritter, Leopold Schefer, Varnhagen von Ense und anderen. Das interessanteste Autograph war ein von uns 1930 erworbener, bis dahin unbekannter Brief Max Stirners, des Verfassers von „Der Einzige und sein Eigentum“, vom 21.II.1850 an Stargardt. (Bis zur Auffindung dieses Briefes galt der undatierte, bei John Henry Mackay in seiner Stirner-Biographie abgebildete Brief an Dr. Artur Müller als der einzig bekannte Brief Max Stirners.) – Alle diese Briefe, auch die oben erwähnten Bettina von Arnims, sind dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen. Nach 1945 konnten Briefe von Freiligrath, Jacob Grimm und Arnold Ruge an Reuter & Stargardt erworben werden. Stargardt starb am 30.IV.1885; von seiner Witwe erwarb Eugen Mecklenburg, der Großvater und Urgroßvater der jetzigen Inhaber, am 1.IX.1885 das Geschäft. Aus einer seit 1479 in Berlin und Potsdam nachweisbaren Handwerker-und Beamtenfamilie stammend, war er am 28.VII.1859 in Berlin als Sohn des Buch- und Autographenhändlers Eugen Mecklenburg geboren.

Dieser Eugen Mecklenburg d. Ä. (geb. Zossen 25.XII.1819, gest. Berlin 12.XII.1873) hat mit der Geschichte der Firma seines etwa gleichaltrigen Konkurrenten Stargardt eigentlich nichts zu tun, denn er starb zwölf Jahre vor dem Erwerb des Stargardtschen Geschäftes durch seinen älteren Sohn. Als Begründer einer jetzt in der fünften Generation blühenden Stammfolge von Autographenhändlern hat er aber ein Recht darauf, hier genannt zu werden – ist doch die Liebe zu den Autographen, die sich in seinen Katalogen so sinnfällig äußert, in den folgenden Generationen lebendig geblieben. Eugen Mecklenburg d. J. verbrachte seine Lehrzeit bei Friedländer & Sohn in Berlin. Im Dezember 1880 ging er nach London, wo er, nach einer kurzen, unbefriedigenden Stellung bei Hindley, bis Ende 1883 als Gehilfe bei Trübner & Co., anfangs mit Karl W. Hiersemann, die letzte Zeit mit seinem Bruder und späteren Teilhaber Wolfgang Mecklenburg zusammen, tätig war. Von Ende 1883 bis April 1884 arbeitete er in Paris, wo er übrigens einen Verein deutscher Buchhändler gründete, bei A. Ghio, damals im Palais Royal, und vom Mai 1884 bis zum März 1885 bei Anheißer in Stuttgart. Nach Berlin zurückgekehrt, erwarb er das Stargardtsche Geschäft, das er zuerst allein, seit November 1888 gemeinsam mit seinem Bruder Wolfgang, der 1896 Teilhaber wurde, leitete. Wolfgang Mecklenburg (geb. Berlin 21.VI.1861, gest. Berlin 1.XI.1912) hatte seine buchhändlerischen Kenntnisse bei Calvary & Co., Asher & Co. und Meidinger in Berlin sowie bei Trübner & Co. in London erworben. Die Gesellschaft wurde am 1. Dezember 1905 aufgelöst, und Eugen Mecklenburg blieb alleiniger Inhaber der Firma J. A. Stargardt. Wolfgang erwarb Anfang 1906 den Richterschen Verlag in Hamburg, den er nach Berlin überführte und erfolgreich ausbaute.

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Während Eugen Mecklenburg, seiner Vorbildung und persönlichen Einstellung gemäß, in erster Linie das wissenschaftliche Antiquariat pflegte, wandte sich sein Bruder, selbst schriftstellerisch tätig und voll lebhaften Interesses für Kunst und Literatur, dem Ausbau des Verlages zu. In erster Linie kamen die alten Spezialitäten der Firma, also die historischen Hilfswissenschaften, insbesondere Genealogie und Heraldik, in der Verlagsproduktion zu ihrem Recht. Die auf diesen Gebieten führenden Autoren waren – zum Teil mit ihren Hauptwerken – vertreten, so der Genealoge Stephan Kekule von Stradonitz und die Heraldiker Ad. M. Hildebrandt, F. Warnecke und E. Doepler d. J. Von den zahlreichen Genealogien, die im Verlag Stargardt erschienen, seien die der Familien v. Behr, v. Borcke, v. Maltzahn, v. Manteuffel und v. Sydow erwähnt. Weite Verbreitung fanden 1909 die Jugenderinnerungen der Gräfin Sophie Schwerin („Vor Hundert Jahren“). Die Exlibris-Werke von Warnecke – von ihm u. a. die grundlegende Arbeit: Die deutschen Bücherzeichen –, Heinemann, Hildebrandt, Kissel, Otto, Seyler und Teske bilden den Übergang von der Heraldik zur Kunst, deren Hauptvertreter in der Verlagsproduktion Joseph Sattler (geb. Schrobenhausen 26.VII.1867, gest. München 12.V.1931) wurde. Seine Arbeiten waren für die Entwicklung der Buchillustration und Gelegenheitsgraphik (Exlibris) um die Jahrhundertwende richtungsweisend. Genannt seien vor allem die im Auftrag des deutschen Reiches in der Reichsdruckerei als Spitzenleistung deutscher Buchkunst für die Pariser Weltausstellung hergestellte, von Sattler mit Bildern und Initialen geschmückte und in einer von ihm nach alten Vorbildern entworfenen Type gedruckte Monumental-Ausgabe der „Nibelunge“, daneben die von Sattler illustrierte „Geschichte der rheinischen Städtekultur“ von Heinrich Boos, deren Bilder ein Kenner vom Range Hans Loubiers den Holzschnitten Menzels zu Kuglers „Geschichte Friedrichs des Großen“ an die Seite stellte, ferner der „Bauernkrieg“, der „Totentanz“, die „Wiedertäufer“ und „Meine Harmonie“.

Von anderen Kunstpublikationen des Verlages sind zu erwähnen die Werke des hessischen Malers und Zeichners Heinz Heim, von Georg Fuchs herausgegeben, und des Schweizer Graphikers Felix Vallotton, von Julius Meier-Graefe herausgegeben, sowie die von den Wiener Maler-Architekten Heinrich Lefler und Joseph Urban illustrierte „Chronica der drei Schwestern“ von Musäus. Eine Anzahl durch eine glückliche Fügung erhaltengebliebener Briefe bedeutender Dichter und Künstler – darunter solche von Stefan George, M. Lechter, Leibl, M. Liebermann, Menzel, Hans Thoma und Vallotton – bezeugt die verlegerische Initiative Wolfgang Mecklenburgs.

Der lebhaften Tätigkeit des Verlages gegenüber war das Antiquariat keineswegs in den Hintergrund getreten. An hervorragenden Bibliotheken und Sammlungen wurden die folgenden durch die Firma versteigert: 1888 die Bibliothek des Goethe-Forschers von Loeper, 1896 die 2400 Nummern, hauptsächlich zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, umfassende Autographensammlung Dr. Eduard Schebek-Prag, 1896 ferner die Bibliothek Biltz mit ihren Schätzen an Inkunabeln und alten Drucken der deutschen Literatur, 1905/06 die Autographensammlung Alexander Meyer Cohn, die mit einem Gesamtumsatz von 300.000 Mark das in jener Zeit größte Ereignis auf dem Autographenmarkt darstellte, 1908 die Autographensammlung Zeune-Spitta und die ausschließlich Musikerautographen enthaltende Sammlung Fritz Donebauer-Prag, 1910 eine Spezialsammlung zur Geschichte des Tiroler Aufstandes und Andreas Hofers und 1911 die „Bibliotheca Mexicana“ des Barons Kaska. Ferner wurden zahlreiche Lagerkataloge herausgegeben, deren einer, Nr. 191 im Jahre 1893, die – später von der Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar erworbenen – 1748 Briefe Goethes an Charlotte von Stein zum Preis von 105.000 Mark anzeigte.

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Eugen Mecklenburg starb am 26.IV.1925. In dem Nachruf der Korporation der Berliner Buchhändler heißt es von ihm: So vornehm und zurückhaltend der Verstorbene in seinem Geschäftsleben sich zeigte, war er auch im privaten Leben. Wenn er auch seine besondere, ausgeprägt preußische Art scharf betonte, war er im persönlichen Umgang ein liebenswürdiger Gesellschafter und pflegte in seinem schönen Heim im Kreise guter Freunde eine gern gebotene Gastlichkeit. Mit der politischen Umwälzung konnte er sich wenig befreunden und verhielt sich den durch die Revolution geschaffenen Zuständen gegenüber ablehnend ... Der Verstorbene hatte noch das Glück, in seinem ältesten Sohn einen Nachfolger heranwachsen zu sehen, der sein begonnenes Werk fortführen konnte.

Sein ältester Sohn Günther Mecklenburg (geb. Berlin 28.II.1898, gest. Marburg 17.XI.1984) trat, zunächst aktiver preußischer Offizier, am 2.I.1919 in die Firma ein. Der Berufswechsel fiel ihm nicht leicht, und es dauerte einige Zeit, bis aus dem angeborenen Interesse für Autographen und Bücher eine Leidenschaft wurde. Er hatte das Glück, neben der väterlichen Lehre von Sammlern wie Karl Geigy-Hagenbach, Anton Kippenberg und Stefan Zweig, der sich des unbeholfenen Adepten auf Pariser Auktionen freundlich annahm, beraten und gefördert zu werden. Bei Professor Michael Tangl, dem Deuter der Tironischen Noten, erhielt er Privatunterricht in Diplomatik und Paläographie. Daneben hörte er, ebenfalls in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg, die Vorlesungen über Literaturgeschichte von Gustav Roethe, Hermann Schneider und Julius Petersen an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Auch Günther Mecklenburg blieb den traditionellen, nun schon zum Firmenbegriff gewordenen Stargardtschen Sondergebieten, den Autographen und – im Antiquariat wie im Verlag – der Genealogie und der Heraldik treu; er zog aber die Versteigerungsarbeit mehr in den Vordergrund.

In die ersten Jahre seiner Selbständigkeit fiel die Weltwirtschaftskrise. Wie sich diese auf den Autographenmarkt auswirkte, möge ein Beispiel zeigen: Ein Hölderlinbrief mußte bei einem Preis von 800 Mark fünfmal in Katalogen angezeigt werden, bis er einen Käufer fand – beileibe übrigens kein Institut! Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden versteigert: 1927 die besonders an Autographen der klassischen Periode reiche Sammlung der Baronin Josephine Knorr auf Schloß Stiebar (Niederösterreich), 1928 Teile des Cottaschen Verlagsarchivs und der Sammlung Oscar Ulex-Altona, 1929 die bis dahin verschollen gewesenen Briefe Theodor Fontanes an Bernhard von Lepel, 1930 – zusammen mit der Firma Hellmut Meyer & Ernst – der Nachlaß von Novalis, 1939 die vollständigste Sammlung zeitgenössischer Portraits Friedrichs des Großen aus dem Besitz von Dr. Pick, Berlin, und die Reformationssammlung Ernst Adler, Asch. Freihändig oder aus Lagerkatalogen wurden u. a. verkauft: 1926 die 31 Briefe Goethes von seiner ersten italienischen Reise an Philipp Seidel und 70 Briefe Strindbergs an seine Tochter Greta, 1928 die Napoleonsammlung des Grafen Birger Moerner, 1939 die Briefe Bismarcks an die Fürstin Orlow („die einzige Frau außer Johanna“) und das Manuskript der Droste zum „Geistlichen Jahr“.

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Von 1936 an bis 1944 erschienen die Autographen-Lagerkataloge als Hauszeitschrift unter dem Titel „Der Autographensammler“ in zunächst fast monatlicher Folge. Namhafte Sammler, Gelehrte, Schriftsteller und Antiquare wie Emil Bebler, Karl Geigy-Hagenbach, Wolfgang Goetz, Georg Kinsky und Percy H. Muir steuerten Aufsätze bei. Durch das Buchantiquariat wurden u. a. die genealogischen Bibliotheken Roderich Freiherrn von Freytag-Loringhovens und Peter von Gebhardts verkauft. Im Verlag erschienen u. a.: 1934 ein verbesserter Neudruck des „Armorial Général“ von J. B. Rietstap, 1936/37 die „Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten“ von Wilhelm Karl Prinz von Isenburg und 1939 eine mit vielen unbekannten Bildern ausgestattete Geschichte der Berliner Vororte unter dem Titel „Rings um die alten Mauern Berlins“ von Paul Torge, ferner Monographien der Familien Tscherning, v. Wolff und v. Zedlitz sowie die Jugenderinnerungen des Präsidenten des Reichsversicherungsamts Dr. Paul Kauffmann („Mein rheinisches Bilderbuch“).

Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Entwicklung der Firma; Günther Mecklenburg war seit 1939 wieder Soldat. Die Geschäftsräume in der Derfflingerstraße mit dem Bücherlager, dem Hauptteil der Handbibliothek und des Autographenlagers sowie allem Inventar wurden am 30.I.1944 durch Bomben vernichtet. Die im Herbst 1943 mit dem Firmensitz nach Schippenbeil in Ostpreußen verlagerten Autographenbestände gingen mit den Geschäftsbüchern, den Adreß- und Lagerkarteien und dem Handapparat im Januar 1945 verloren; der Geschäftsführer, der verdiente langjährige Bibliothekar des Vereins für die Geschichte Berlins und Alexisforscher Felix Hasselberg, fand auf der Flucht den Tod. Im Mai 1945 war von J.A. Stargardt „nur“ der gute Name übriggeblieben – und das Wissen und Können Günther Mecklenburgs, der mit zähem Fleiß und unter Zurückstellung aller privaten Wünsche den erfolgreichen Wiederaufbau der Firma durchsetzte.

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Im Juni 1946 erschien, der Besatzungsbehörde gegenüber als „Entwurf“ getarnt, ein gedruckter, aus nur 13 Nummern bestehender Katalog (Nr. 469), dem in rascher Folge kleine Listen und schließlich größere Lagerkataloge folgten, von 1951 bis 1968 wieder unter der Bezeichnung „Der Autographensammler“, mit Aufsätzen von Eduard Berend, Manfred Koschlig und anderen. – Lagerkatalog 500 hatte „Friedrichs des Großen Briefe und Gedichte an Luise Eleonore von Wreech“ zum Inhalt.

Die erste Stargardt-Auktion nach dem Krieg fand am 27.XI.1950 nicht im idyllischen Eutin, sondern – in Zusammenarbeit mit der Firma Stuttgarter Kunstkabinett (Roman Norbert Ketterer) – in Stuttgart statt; der Katalog (Nr. 492) enthielt 272 Nummern mit einem Schätzwert von zusammen 27.000 DM, die Summe der Zuschläge betrug 17.200 DM. Auch die nächsten drei Auktionen wurden in den Räumen des Stuttgarter Kunstkabinetts veranstaltet. – Am 5. und 6. Oktober 1951 versteigerte J.A. Stargardt in Zusammenarbeit mit der Firma Karl & Faber (Dr. Georg Karl) in München mit lebhafter internationaler Beteiligung die großartige Autographensammlung der Freiin Elise von König-Warthausen (Katalog 497); Schiller-Briefe brachten phantastische Ergebnisse zwischen 410 und 1.000 DM, eine Urkunde Kaiser Ottos des Großen erzielte 1.250 DM (ein vergleichbares Stück wurde 2003 in Auktion 678 für 200.000 SFr. zugeschlagen). – Die mit dem Musikverlag Breitkopf & Härtel vertraglich vereinbarte, von diesem aber von Anfang an nicht ernsthaft gewollte Versteigerung von deren Firmenarchiv (Katalog 498, mit den Messen in a- und g-Dur von J.S. Bach und anderen Kleinigkeiten) mußte abgesagt werden.

Im April 1952 wurde Eutin mit dem nicht weniger idyllischen, aber zentraler gelegenen, damals mit zwei Bibliotheken von Weltrang gesegneten Marburg vertauscht, wo am 5.V.1953 – zum ersten Mal wieder unter Günther Mecklenburgs eigener Regie – die Versteigerung der Sammlung R. Otto Liebmann (Katalog 508) stattfand. Im Hotel Europäischer Hof versammelten sich an einem langen Tisch elf Herren (Ehre, wem Ehre gebührt: die Vertreter der Staatsbibliothek Berlin, der Universitätsbibliothek Münster und des Stadtarchivs Wiesbaden sowie die Herren Hans Adler, Basel, Michel Castaing, Paris, Helmuth Domizlaff und Dr. E. Göpel, München, Willy Henrich, Frankfurt a.M., Percy Muir, Takeley, Gerd Rosen, Berlin, und R. Weiß-Hesse, Olten) – was damals für eine erfolgreiche Auktion (Umsatz über 17.000 DM!) ausreichte. – Nach einigen Zwischenstationen trafen sich die Autographen-Interessenten von 1957 bis 1980 zu den Marburger Stargardt-Auktionen regelmäßig im berühmten Kurhotel Ortenberg, dann bis 1990 im großen Sitzungssaal des Marburger Rathauses.

1962 eröffnete ein Vorwort Günther Mecklenburgs, damals Erster Vorsitzender des neu gegründeten „Verbandes deutscher Antiquare, Autographen- und Graphikhändler“, den ersten Katalog der längst zu einer festen Institution gewordenen Stuttgarter Antiquariatsmesse, an der die Firma seither regelmäßig teilnimmt. – 1963 erschien im eigenen Verlag Günther Mecklenburgs Werk „Vom Autographensammeln. Versuch einer Darstellung seines Wesens und seiner Geschichte im deutschen Sprachgebiet“. Hinter dem zurückhaltenden Titel verbirgt sich das erste moderne Handbuch des Autographensammelns. Es ist längst vergriffen, eine neue Auflage ein dringendes Desiderat. Zu Ostern 1952 war Klaus Mecklenburg (geb. Berlin 23.II.1930) nach kriegsbedingt wechselvollen Schuljahren in Berlin, Lübben und Crossen, dem Abitur in Eutin und einer Buchhändlerlehre bei Kurt Saucke & Co in Hamburg in die väterliche Fima eingetreten, deren Sitz damals noch die Violastraße 35 (im Wohnhaus Günther Mecklenburgs) war. 1954 folgte der Umzug in die Bahnhofstraße 23, 1966 der in die Universitätsstraße 27. Im Januar 1983 erlebte Günther Mecklenburg noch den Umzug in ein firmeneigenes Haus in der Radestraße 10.

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Herausragende Ereignisse der Marburger Epoche der Firma waren 1961 die Versteigerungen der Sammlungen Karl Geigy-Hagenbach, in Zusammenarbeit mit der Basler Firma Erasmushaus – Haus der Bücher AG (Frau Verena Tammann und Dr. h.c. Adolph Seebaß) (Katalog 552) und 1961/62 der Sammlung Dr. med. Robert Ammann, Aarau (Kataloge 554, 557 und 559). – Mit den Versteigerungen der Sammlungen König-Warthausen, Geigy und Amman hatte J.A. Stargardt seine internationale Stellung zurückgewonnen. Die ungebrochene Weiterführung der Firma wäre ohne den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter, vor allem des Prokuristen Herrn Henning Bahlow (von 1962 bis 1995 tätig) und der Damen Frau Ottony v. Hagke (1955 bis 1981), Irmentraut Mench (1959 bis 1990) und Ellen Elschenbroich (1981 bis 2003) nicht möglich gewesen. – 1985 trat Herr Herbert Albrecht M.A., heute Prokurist, in die Firma ein, 1991 Frau Karin Matten und Frau Dr. Ulrike Moheit sowie 1993 Frau Irmgard Broeckelmann.

Mit Wolfgang Mecklenburg (geb. Marburg 1.II.1964) folgte im Januar 1988 – nach Lehrjahren in München (Hartung & Karl) und Paris (Frédéric Castaing) – die nächste Generation. Als im Herbst 1989 die Berliner Mauer fiel, reifte bald der Plan, die Firma an ihren Ursprungsort zurückzuführen. Nachdem zunächst eine Niederlassung in der Charlottenburger Clausewitzstraße eingerichtet worden war, wurde bereits im April 1991 die erste Auktion wieder in Berlin veranstaltet. 2000 war Wolfgang Mecklenburg einer der Begründer der internationalen Antiquariatsmesse „LiberBerlin“. Aus der langen Reihe erfolgreicher Autographenauktionen ragen die der folgenden Sammlungen besonders hervor:

- ab 1991 die der Sammlung Rötger, Jena (Katalog 649 ff.),
- 1991 die der Sammlung Prof. Dr. Herbert Albrecht in der „Schlüsselzunft“ zu Basel (Katalog 650), wieder in Zusammenarbeit mit dem Erasmushaus – Haus der Bücher AG,
- 1992, im Basler Haus der Bücher, die dreier alter Schweizer Sammlungen(Katalog 652), und
- 2003, wieder in der Basler „Schlüsselzunft“, die verschiedener Schweizer Sammlungen in Zusammenarbeit mit der Moirandat Company AG (Katalog 678).

Seit 1992 finden die Versteigerungen der Firma im Opernpalais (dem alten „Prinzessinnenpalais“) Unter den Linden statt, gegenüber Schinkels Neuer Wache, in der historischen Mitte der Stadt. Von diesem Ort sind es nur wenige Schritte bis zum Gendarmenmarkt, wo Joseph A. Stargardt 180 Jahre zuvor in seinem Geschäft hinter dem Schauspielhaus residierte.

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J.A. Stargardt’s history was published on the occasion of its 175th anniversary. It is presented here by permission of Wolfgang Mecklenburg. Thank you very much.

>>> J.A. Stargardt